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Leopold-Mozart-Werkverzeichnis (LMV)
von Cliff Eisen
 

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Preis: 49.80 EUR
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Beiträge zur Leopold-Mozart-Forschung, Band 4 (Hrsg. Internationale Leopold Mozart Gesellschaft) 

· 
Blick ins Buch

Leopold Mozart (1719-1787) war ein eifriger und vielseitiger Komponist. Leider sind viele seiner Werke verloren: So existieren von den dreißig großen Serenaden nur noch eine und von den Oratorien nur noch zwei. Trotzdem ist ein bedeutsames Œuvre von ihm komponierter oder ihm zugeschriebener Musik erhalten, hauptsächlich Sinfonien, Klavier- und Kammermusik, aber auch Messen, Litaneien und Offertorien. Die Zahl der mit völliger Sicherheit Leopold Mozart zuzuschreibenden Werke ist allerdings aufgrund der Besonderheiten der Musiküberlieferung um 1750 und der Kriterien der Authentizitätseinschätzung gering.
Das vorliegende Werkverzeichnis bietet erstmals seit der 1908 in den Denkmälern der Tonkunst in Bayern publizierten Aufstellung wieder einen Gesamtüberblick über die in zumindest einer Quelle Leopold Mozart zugeschriebenen Werke.

Zum Autor:
Cliff Eisen ist Professor of Music am King's College in London und Mitglied der Akademie für Mozartforschung (Salzburg). Er ist der weltweit anerkannte Leopold-Mozart-Experte und hat zahlreiche Beiträge zu Leopold und Wolfgang Amadé Mozart veröffentlicht.
 
· 272 Seiten, Abbildungen: 20 Abb., zahlreiche Notenbeispiele, Hardcover, Format 24,0 x 17,0 cm 
· 1. Auflage 
· Erscheinungsdatum: 06.05.2010 
· ISBN 978-3-89639-757-7 
· lieferbar

Rezensionen

Stefan Dosch, Augsburger Allgemeine, 8.5.2010
Endlich ein Katalog für Leopld Mozart
... Der übergroße Schatten von Wolfgang Amadeus Mozart erklärt – neben anderen Besonderheiten –, weshalb erst jetzt ein Werkverzeichnis für den in Augsburg geborenen Leopold Mozart (1719–1787) vorliegt. Der in London lehrende Mozart-Forscher Cliff Eisen hat sich der Aufgabe angenommen und nun im Rahmen des Augsburger Mozartfests das in Buchform erschienene Ergebnis vorgelegt. Zweifellos ein wichtiges Werkzeug für die Mozart-Forschung.
Das Verzeichnis erfasst das breit gefächerte kompositorische Werk, Messen und zahlreiche weitere geistliche Werke sind darin ebenso enthalten wie Kammermusik, Konzerte und Sinfonien. Eisen hat in die Aufstellung auch Werke übernommen, die als verloren gelten, deren einstige Existenz aber als gesichert angenommen werden darf. Gleichwohl ist viel Musik von Leopold Mozart – eben weil man sie lange wenig zu schätzen wusste – verloren gegangen. Schwierig in zahlreichen Fällen ist auch die Zuschreibung.

dpa, bsz, Bayerische Staatszeitung, 14.5.2010
... Der britische Musikwissenschaftler Cliff Eisen hat die historische Quellenlage zu Leopold Mozart gesichtet, Bestände in Bibliotheken und dem Heilig-Kreuz-Kloster in Augsburg durchforstet und das 270 Seiten starke Register erstellt.

Walter Schönenberger, Codex Flores, Onlinemagazin für alle Bereiche der klass. Musik, 20.7.2010
[...] Was von Leopold Mozart, dem Komponisten, sich erhalten hat, sind wenige vollständige Autographen, zudem Einzelstimmen und Korrekturen, dazu Katalogeinträge und zahlreiche Briefstellen, die auf später dann verloren gegangene Kompositionen Bezug nehmen. Vieles ist überliefert in Abschriften der dem Salzburger Hof verbundenen Kopisten, die nachweislich für Mozart gearbeitet haben. Manches aber lässt sich nicht mit Sicherheit Leopold Mozart zuordnen. Für die Qualität einer ganzen Anzahl seiner Werke spricht, dass dessen Sohn als ihr Autor galt.
Der immense Aufwand und die detektivische Kleinarbeit des Nachforschens, Vergleichens, Abwägens der Authentizität, Herstellen der Chronologie, die Cliff Eisen für das vorliegende Werkverzeichnis leisten musste, fordert hohen Respekt. Nach den lückenhaften Verzeichnissen von Max Seiffert (1908), Ernst Ludwig Theiß (1942, unpubliziert) und David Morris Carlson (1976) hat Eisen erstmals die aktuellen Ergebnisse der Leopold-Mozart-Forschung zum grundlegenden, zum massgebenden Gesamtüberblick gefügt.
Eisen gliedert den Werkkorpus in 17 Abteilungen (I-XVII); die letzte umfasst das Lehrwerk "Versuch einer gründlichen Violinschule", das in vier autorisierten Auflagen (zwischen 1756 und 1800) und in Übersetzungen (niederländisch, französisch, russisch) herauskam. Beigefügt sind die bekannten fünf Besprechungen, entnommen Publikationen aus Berlin, Amsterdam und Paris.
Grosszügiges Layout und gut lesbare Gestaltung der neu und in den heute üblichen Schlüsseln gesetzten Incipits (auf die Wiedergabe der wenig aussagekräftigen Bassstimme wurde in der Regel verzichtet) fallen ins Auge. Die Nummerierung, vergleichbar etwa jener des Hoboken-Verzeichnisses (Haydn), ist gebildet aus der römischen Ziffer für die entsprechende Gattung, gefolgt von der arabischen Werkzahl, so beispielsweise XII:7 Parthia in C-Dur (genannt "Parthia di Rane" bzw. "Frosch Parthia") der Gattung Kammermusik für Streicher oder Streicher und Bläser. Eine Differenzierung erfolgte bei den Sinfonien - VII:D13 bezeichnet die 13. Sinfonie in D-Dur (mit dem Motto "Non è bello quello che è bello mà quello che piace").
Die technischen Angaben enthalten Datierung und Besetzung, nach den Incipits folgen Quellen, moderne Editionen, Anmerkungen und Literaturhinweise. Gegebenenfalls sind dem Werktitel die entsprechende Nummerierung der älteren Verzeichnisse beigefügt. Im Anhang findet sich eine Konkordanzen-Tabelle, die auch die KV-Nummern der ehemals Wolfgang Amadé zugeschriebenen Werke aufführt.
Ebenfalls im Anhang des Leopold-Mozart-Werkverzeichnisses finden sich die detaillierte Übersicht über die handschriftlichen Quellen der Vokal- und Instrumentalmusik, die Zusammenstellung der namentlich bekannten und der anonymen Schreiber (Kopisten) mit Proben ihrer (Noten-)Handschrift, die Wasserzeichen samt deren Faksimiles, das Literatur- und das Abbildungsverzeichnis sowie das Register (Personen, Bibliotheken, Archive).

Michael Wackerbauer, nmz, September 2010
Man kennt ihn als "den Vater" und natürlich als Verfasser eines der wichtigsten musikalischen Lehrwerke des 18. Jahrhunderts. Dass er - ebenfalls ein fruchtbarer Komponist - künftig nicht auf die bekannten launigen Werke wie die "Musikalische Schlittenfahrt" oder "Die Bauernhochzeit" zu reduzieren sein wird, wird das Verdienst des sorgfältig erarbeiteten Katalogs des renommierten Mozart-Forschers sein.

Melanie Wald-Fuhrmann, Acta Mozartiana - Mitteilungen der Dt. Mozart-Gesellschaft, 57. Jg., Heft 2, 12/2010
Dieses Buch war längst überfällig: ein nach modernen Standards angelegter Katalog sämtlicher erhaltener und verlorener Werke von Leopold Mozart. Bislang gab es nur zwei getrennte Verzeichnisse, eines der Vokalwerke (als ungedruckte amerikanische Dissertation von 1976) und eines der Instrumentalwerke (ebenfalls als ungedruckte Dissertation von 1942, deren Werkverzeichnis allerdings 1962 im neuen Augsburger Mozartbuch reproduziert wurde), beide von der Forschung längst in vielem überholt. Herausgeber und Verlag haben sich der mühevollen Aufgabe mit Liebe und großer Sorgfalt angenommen und einen Band vorgelegt, der einmal Leopold als den vielseitigen Komponisten in den Mittelpunkt rückt.
Der systematisch nach Gattungen und dann nach Tonarten angelegte Katalog schreitet Leopolds Oeuvre von den geistlichen Vokalwerken und Schuldramen über die Lieder, die Orchestermusik, Tänze, Kammermusik, Claviermusik bis hin zu Fragmenten, Skizzen, Abschriften und Bearbeitungen sowie der Violinschule ab. Die jeweils beigegebenen Informationen sind umfangreich, teils sogar großzügig (etwa der Abdruck sämtlicher bekannter zeitgenössischer Rezensionen zur Violinschule): Neben Angaben zu Datierung, Besetzung, Quellen und modernen Editionen finden sich Notenincipits, Anmerkungen, die zu Problemen von Entstehungen, Überlieferung oder Authentizität Stellung nehmen, und Literaturhinweise. Ferner sind verschiedene Faksimilia beigegeben, die Schriftproben Leopolds und der Schreiber der Hauptquellen geben.
Ein umfangreicher Anhang bietet eine tabellarische Übersicht über die handschriftlichen Quellen, eine Auflistung der Schreiber (gelegentlich samt biographischen Angaben), eine detaillierte Liste der Wasserzeichen und der Quellen, in denen sie sich finden, sowie eine Konkordanztabelle und ein ausführliches Inhaltsverzeichnis.
Das Oeuvre Leopold Mozarts, das Cliff Eisen präsentiert, geht in vielem über das bisher Bekannte hinaus und macht gewisse Konturen von Leopolds intellektuellen und musikalisch-ästhetischen Interessen kenntlich. Überdies rückt Eisen manche weitere der vielen Fehlzuschreibung an Wolfgang Amadé gerade und zeigt einmal mehr, dass man sich auf die Authentizitätsgarantien von Konstanze und anderen Mozart-Bekannten nicht verlassen sollte.
Das LMV ist eine Fundgrube, die zu ausführlicherer Beschäftigung mit Leopold Mozarts Werken anregt. Das fast schon vor der Tür stehende Leopold-Jahr 2012 (225. Todestag) wird hoffentlich für die gebührende Aufmerksamkeit sorgen.

Peter M. Alexander, Quaterly Journal of the Music Library Association, Bd. 69 Nr. 1, Sept. 2012
... As a summation of his work to date, Eisen has prepared a wellgrounded and thorough thematic catalog of Leopold’s compositions. Based in part on his dissertation and an earlier one by D. M. Carlson on the vocal works (“The Vocal Music of Leopold Mozart (1719–1787): Authenticity, Chronology and Thematic Catalogue” ..., the volume reveals the breadth of Leopold’s compositional output. But drawing on Eisen’s extensive experience and knowledge, the volume is more than a listing of compositions; it becomes a thorough introduction to the composer and the scholarly issues surrounding his works. The catalog is organized in seventeen categories covering a wide variety of genres, from sacred vocal music to symphonies, serenades, and chamber music. ...
Each entry includes all the expected information: there is an incipit for each movement, and the movement’s length is listed; there is information on dating, sources, modern editions, and scholarly references (Literatur). Especially valuable to other scholars are the extensive remarks (Anmerkungen) that accompany many of the listings. With Eisen’s
extensive knowledge of sources and issues of attribution, the remarks are often the most interesting and valuable part of the catalog.
Lost works that appear in eighteenthcentury catalogs, and therefore have incipits, are listed in the main sequence within each category ... The thematic catalog of Leopold’s work now provides an authoritative basis for all future consideration of attribution ...

Ulrich Konrad, Die Tonkunst, 10/2012, Nr. 4, Jg. 6 (2012)
... Cliff Eisen hat mit dem vom Verlag ordentlich ausgestatteten Leopold-Mozart-Werkverzeichnis in eindrucksvoller Weise den Ertrag von über dreißig Jahren der Materialrecherche vorgelegt, wofür ihm Respekt und Anerkennung gebührt. Wie jedem Autor eines derartigen Katalogs ist ihm dessen ständige Revisionsbedürftigkeit bewusst; in den Acta Mozartiana 58 (2011), S. 193-196, hat er bereits selbst eine erste Liste von substantiellen Ergänzungen zusammengestellt ... Was auch immer künftige Forschungen noch ans Licht fördern werden: Cliff Eisens "LMV" markiert forthin den Dreh- und Angelpunkt aller ernsthaften philologischen, hoistoriographischen und praktischen Beschäftigung mit Leopold Mozarts Kompositionen.

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