Preis: 29.00 EUR (inkl. MwSt., zzgl. Versand) Forum Musikpädagogik, Band 77 (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Unterreihe Augsburger Schriften (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Fächerübergreifender Unterricht hat seit den 1990er Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Anders als im traditionellen Fachunterricht orientieren sich seine Themen nicht an der Fachsystematik, sondern an Problemen der Lebenswelt und an den Interessen und Fragen der Schüler. Wesentliche Merkmale sind ganzheitliches Lernen, Handlungs- und Projektorientierung sowie Selbsttätigkeit und Selbständigkeit der Schüler. Das Schulfach Musik war bei seiner Entstehung in den 1920er Jahren sowohl fachlich als auch fächerübergreifend angelegt. Offenbar eignet es sich besonders gut für fächerübergreifenden Unterricht. Trotzdem nutzen viele Musiklehrer die Chancen des fächerübergreifenden Arbeitens noch zu wenig, sondern betonen die Bedeutung des fachlichen Lernens. Aber gerade durch die Kommunikation und Kooperation mit anderen Fächern kann die Identität des Faches Musik im Fächerkanon der Sekundarstufen gestärkt werden. Nachdem Beate Forsbach 2005 ihre Dissertation "Fächerübergreifender Unterricht aus der Sicht des Faches Musik" vorgelegt hat (erschienen im Schneider Verlag Hohengehren), stellt sie nun ihre Konzeption des fächerübergreifenden Musikunterrichts gesondert vor. Die Absicht dieses Buches ist, eine Verbindung zwischen Forschung und Unterrichtspraxis herzustellen. Es werden Unterrichtsmodelle und Projekte zu wesentlichen Themenbereichen des fächerübergreifenden Musikunterrichts dargestellt, ergänzt um weitere Materialien, Literaturtipps und praxisbezogene Erläuterungen. Das Ziel ist dabei vor allem ein guter, die Schüler interessierender und aktivierender (Musik-)Unterricht. Denn fächerübergreifender Musikunterricht ist wesentlich mehr als eine Form der Unterrichtsorganisation. Seine Idee enthält vielfältige Motive einer kommunikativen, schülerorientierten und lebensweltbezogenen Pädagogik. Dieses Buch wendet sich an Fachdidaktiker in Hochschulen und Ausbildungsseminaren, vor allem aber an die Musiklehrer in der Praxis und solche, die es werden wollen. Das Buch soll nicht nur zum Nachahmen, sondern vor allem zur Neugier auf eigene Experimente und zur Lust anregen, die eigene, vielleicht ungeliebte Unterrichtswirklichkeit zu verändern. Zur Autorin: Beate Forsbach ist Studiendirektorin a. D. und seit vielen Jahren in der Lehrerfortbildung tätig. Sie studierte in Köln Schulmusik, Mathematik, Pädagogik und Philosophie und absolvierte neben dem Schuldienst ein Aufbaustudium in Musikpädagogik und Musikwissenschaft. Sie promovierte bei dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Rainer Winkel an der Universität der Künste in Berlin. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Musiklernen durch Musikmachen im Klassenverband, Vermittlung klassischer Musik und Musikgeschichte, Fächerübergreifender Unterricht und Projektunterricht in den Sekundarstufen, Musikunterricht und Allgemeinbildung, Musikunterricht und innere Schulreform. Homepage http://www.forsbach-musik.de · 218 Seiten, Abbildungen: zahlr. Abb. und Grafiken, Paperback, Format 24 x 17 cm · 2. Auflage · Erscheinungsdatum: 19.01.2010 · ISBN 978-3-89639-549-8 · lieferbarRezensionenArthur Thömmes, lehrerbibliothek.de, Februar 2008Leider ist es immer noch die Regel, dass Lehrerinnen und Lehrer das Fach, das sie unterrichten, für das Wichtigste halten und nicht bereit sind, über die Grenzen des eigenen Faches zu blicken. Dabei bietet der fächerübergreifende Unterricht die große Chance, Problemstellungen nicht nur aus der Sicht eines Fachgebietes, sondern in ihrer Vielschichtigkeit zu betrachten. Und nicht nur fachlich, sondern auch methodisch besteht die Möglichkeit des kooperativen Suchens nach Lösungen. Beate Forsbach praktiziert diese Idee des fächerübergreifenden Unterrichts seit vielen Jahren und bietet dem Leser im vorliegenden Buch einen Einblick in den fächerübergreifenden Musikunterricht. Neben der grundlegenden Einführung in die Konzeption (Arbeitsdefinition, Merkmale, Absichten, Ziele, Organisationsformen etc.) ist das Buch aber vor allem eine Fundgrube für die Praxis. Die Autorin entfaltet den Ansatz anschaulich und konkret an einer Viezahl von Beispielen und Themen (Klanggeschichten, Liedermachen, Musik und Gewalt, Musical, Jazz-Geschichten u. a.). Die vorgestellten Unterrichtsmodelle und Projekte machen Lust, neue Wege zu wagen. Voraussetzung ist natürlich, dass Lehrer und Schüler bereit sind, den Weg des gemeinsamen Forschens zu gehen und Abschied zu nehmen von festgefahrenen Rollenbildern und lehrerzentrierten Methoden.Volker Ladenthin, Rainer Winkel, Ralph Fischer, PÄD FORUM, 02/2008Eine Fülle von Beispielen, Materialien und Literaturempfehlungen machen dieses Buch zum Vademeccum für Fachdidaktiker und Musiklehrer.Alexis Kivi, Diskussion Musikpädagogik, 41/09Auch aus Platzgründen entstand die Idee, den größeren Teil dieser eigenen Unterrichtsbeispiele in einem kürzeren Praxisband zu veröffentlichen, der 2008 bei Wißner erschien. Dieser enthält eine gute, komprimierte Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen der Dissertation. … Insgesamt bilden beide Bücher Beate Forsbachs - gerade angesichts der umfassenden Sichtung der Literatur - eine gute Grundlage für weitere theoretische wie praktische Auseinandersetzungen mit dem Thema "fächerübergreifender Unterricht mit Musik".Wolfgang Böhler, Codex flores, 29.04.2009… intelligente und anregende Schulmodelle … Insbesondere zu den ausgewählten Themen Klanggeschichten, Liedermachen, Begegnungen mit dem Barock, Mittelalter als projektbezogene Musikgeschichte und Musik und Gewalt … entwirft sie innovative Programme.Birgit Jeschonneck, Grundschule Musik, 53 / 2010(...) Im ersten Teil stellt Beate Forsbach ihre Konzeption eines fächerübergreifenden Musikunterrichtes vor, wobei theoretische Grundlagen und historische Wurzeln sehr ausführlich dargestellt werden. Im zweiten Teil werden Unterrichtmodelle und Projektideen aus der Praxis vorgestellt. Man kann hier von den Erfahrungen der Autorin bezüglich organisatorischer Planung, Zusammenarbeit mit anderen Fachkollegen, Präsentationen, Reflexionen und Benotungen profitieren. Obwohl die dargestellten Unterrichtsmodelle für die Sekundarstufe konzipiert wurden, findet man als Grundschullehrkraft in den vielen unterschiedlichen Themenfeldern durchaus viele Anregungen für die eigene Praxis.