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Celibidachiana I: Werke und Schriften, Band 1 (Hrsg. Lang, Patrick; Mast, Mark)
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Blick ins Buch
"Es gibt keine Alternative zu Musik und deshalb auch keine Interpretation."
1985 hielt Sergiu Celibidache, gebürtiger Rumäne, Kosmopolit, viel bewunderter Ausnahmedirigent und einer der großen Lehrer und "Orchestererzieher", in München den einzigen Vortrag seines Lebens. Zwar lehrte Celibidache seit seiner Berliner Zeit praktisch ununterbrochen Theorie und Praxis seiner Phänomenologie der Musik; zwar stand für ihn die lebendige Vermittlung seiner Lehre wohl fast gleichwertig neben der musikalischen Praxis. Und dennoch hat er alle seine äußerst anspruchsvollen und um die ausgefeilteste Formulierung bemühten Essays zu diesem Thema zu Lebzeiten verworfen oder jedenfalls nie veröffentlicht. Er wollte den Verlockungen der einseitigen Darstellung einer nur intellegiblen Theorie, die nicht in lebendiger Wechselwirkung mit dem wirklichen Geschehen stehen konnte, nie in letzter Konsequenz erliegen. Wohl nur dieses einzige Mal hat er sich zu einem regelrechten, "frontalen" Vortrag über seine Lehre entschlossen, die in radikalem Widerspruch zu allem im etablierten Musikleben Geglaubten und Praktizierten zu stehen scheint.
Der 2001 erstmals von Gundolf Lehmhaus herausgegebene Text nebst Begleitvorträgen wird hier in einer sorgfältig überarbeiteten und um zahlreiche Notenbeispiele ergänzten Neuauflage vorgelegt. · 80 Seiten, Abbildungen: 36 Notenbeispiele, Format 20 x 14 cm · 1. Auflage · Erscheinungsdatum: 04.08.2008 · ISBN 978-3-89639-641-9 · lieferbar
Rezensionen
Schwäbische Zeitung, 09.03.2009 Beide Bücher machen mit den musikalischen Auffassungen des Dirigenten vertraut, sein Vortrag zudem mit seiner Virtuosität beim Formulieren.
Tobias Pfleger, DIE TONKUNST, Nr. 2, 2009 … Die wegen Quellenausfällen nur bedingt Authentizität beanspruchenden Passagen sind im Druck durch Graustufen abgesetzt, so dass sich diese Ausgabe zu Recht als ein weiterer Schritt zu einer wissenschaftlich-kritischen Edition verstehen darf.
Kirsten Liese, Musikforum, 4/09 Eines steht fest: Wer sich in die beiden Publikationen vertieft, wird zu Einsichten gelangen, die ein traditionelles Musikverständnis hinterfragen.
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