Preis: 19.80 EUR (inkl. MwSt., zzgl. Versand) Forum Musikpädagogik, Band 81 (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Unterreihe Wißner-Lehrbuch, Band 8 · EINFACH MUSIZIEREN!? Unter diesem Motto eröffnet das STUDIENBUCH in zehn Texten unterschiedlichste Perspektiven auf das Gebiet der Instrumentalpädagogik. Der Band ist sowohl für die Arbeit im Rahmen entsprechender Lehrveranstaltungen als auch für das Selbststudium gedacht. Die zentralen Fragen lauten: - Sind Musiklehrende Künstler oder Pädagogen? - Welche Berührungspunkte bestehen zwischen Elementarer Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik? - Wie kann im Instrumentalunterricht improvisiert und komponiert werden? - Nach welchen Kriterien lässt sich Instrumentalunterricht beobachten und bewerten? - Wie bleibe ich als Musiker gesundheitlich fit? - Was verbindet Musikpädagogik und Musiktherapie? Konkrete unterrichtspraktische Anregungen stehen neben der Einladung, über das tägliche musikpraktische Arbeiten nachzudenken. Angesprochen sind all jene, die an musikpädagogischen Themen interessiert sind. Arbeitsaufgaben und Literaturhinweise regen zur persönlichen Weiterarbeit an. Alle Autorinnen und Autoren sind seit vielen Jahren in der musikpädagogischen Praxis und Lehre tätig. Die Herausgeberin, Barbara Busch, ist Professorin für Musikpädagogik und Instrumentaldidaktik an der Hochschule für Musik Würzburg. · 142 Seiten, Abbildungen: ca. 40 Abb. und Notenbeispiele, Paperback, Format 24 x 17 cm · 1. Auflage · Erscheinungsdatum: 20.02.2008 · ISBN 978-3-89639-617-4 · lieferbarRezensionenDr. Beate Forsbach, lehrerbibliothek.de, Juli 2008Musikklassen boomen. An immer mehr allgemeinbildenden Schulen findet Musikunterricht in Form des Klassenmusizierens statt. Und viele Schüler möchten neben oder nach dem Unterricht in der Schule ihr Instrument erlernen, im privaten Einzelunterricht oder an einer Musikschule. Mit ihrem Buch "Einfach musizieren!?" gibt Barbara Busch vielfältige Informationen zur Instrumentalpädagogik, die gleichermaßen interessant für Musiklehrer an allgemeinbildenden Schulen als auch für Instrumentallehrer sind. Studierende und Lehrende der entsprechenden Studiengänge können im Rahmen von Lehrveranstaltungen oder auch im Selbststudium mit dem Buch arbeiten. Als Professorin für Musikpädagogik und Instrumentaldidaktik lässt Barbara Busch in ihrem Buch sieben weitere Lehrende der Musikhochschulen Nürnberg-Augsburg und Würzburg zu Wort kommen. Die Texte dokumentieren die instrumentalpädagogische Arbeit dieser Institutionen und bieten ein breites Themenspektrum. Im ersten Teil des interessanten und gut aufgebauten Buches beschäftigt sich Barbara Busch mit Rollenbildern von Musiklehrern, einerseits setzt sie sich mit dem Rollenkonflikt "Künstler oder Pädagoge" auseinander, zum anderen mit der Rolle der Frau in der Musikerziehung. Im zweiten Teil erscheinen mir die Texte zur Improvisation von Martin Eibach und zum Komponieren im Instrumentalunterricht von Vivienne Olive und Renate Reitinger besonders interessant, denn diese Themen werden im traditionellen Instrumentalunterricht nur selten berücksichtigt. Unterhaltsam zu lesen und hübsch illustriert ist der Beitrag von Barbara Busch über Instrumentalschulen, in denen es heutzutage von Mäusen, Bären und Hasen wimmelt. Andrea Friedhofen beschreibt die Kontakte zwischen elementarer Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik, während Barbara Busch über die Beobachtung und Bewertung von Instrumentalunterricht reflektiert. Im dritten Teil wird schließlich der Themenbereich auf einige Nachbardisziplinen ausgeweitet. Neben dem sehr aufschlussreichen Beitrag von Sonja Stibi über die anthropologischen Grundlagen musikpädagogischer Arbeit finden sich nicht minder interessante Ausführungen von Angela Gebler über musikphysiologische Aspekte des Instrumentalspiels. Abschließend beschreibt Tonius Timmermann Schnittfelder und Grenzen zwischen Musikpädagogik und Musiktherapie. Das verständlich geschriebene Buch beeindruckt besonders durch seine Gestaltung: Neben einem übersichtlichen Schriftbild finden sich viele Grafiken, Notenbeispiele, Tabellen und Auflistungen. Am Ende jeden Kapitels finden sich Aufgaben, die zum Reflektieren über das Gelesene und zur persönlichen Weiterarbeit anregen sollen. Außerdem werden Hinweise auf Literatur zum jeweiligen Thema gegeben, wobei einige Publikationen als empfohlene Erstlektüre gekennzeichnet sind. Ein bemerkenswertes Buch, das zur musikpädagogischen Theoriebildung beiträgt und für die Schulpraxis interessant sein dürfte.Flöte aktuell, Johannes Möller, 3/2008"Der Instrumentallehrer – Künstler oder Pädagoge?" – mit dieser ebenso spannenden wie aktuellen Fragestellung beginnt eine Neuerscheinung aus der Reihe "Forum Musikpädagogik" des Augsburger Wißner-Verlags. Unter dem Titel "Einfach musizieren!?" vereinigt die Herausgeberin Barbara Busch, Professorin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Würzburg, in diesem Buch Studientexte zur Instrumentalpädagogik, die in ihrer vielseitigen thematischen Bandbreite erkennen lassen, wie sich die Musikpädagogik zwischen wissenschaftlicher Reflexion und praktischer Anwendung zu einem umfassenden "Integrationsfach" entwickelt hat. Die unterschiedlichen Themen der insgesamt zehn Beiträge spiegeln im Wesentlichen die musikpädagogische Arbeit an den Hochschulen Nürnberg-Augsburg und Würzburg und dokumentieren das breite inhaltliche Spektrum sowohl der Ausbildung als auch des Berufs in beeindruckender Weise. Zu Beginn wird eine historische Perspektive auf das Fach eingenommen, die gleichwohl zu aktueller Reflexion einlädt: Sowohl den eingangs erwähnten Rollenkonflikt zwischen Künstler und Pädagoge als auch die problembehaftete Geschichte der Frau in der Musikpädagogik lässt die Herausgeberin in zwei höchst informativen Beiträgen lebendig werden, die auch die – meist negative – Darstellung des Musiklehrers in der Literatur einbeziehen. Die folgenden fünf Texte befassen sich mit verschiedenen Aspekten der Unterrichtspraxis: Andrea Friedhofen stellt Inhalte und Leitgedanken der Elementaren Musikpädagogik dar und gewinnt daraus anregende Impulse für einen kreativen Instrumentalunterricht. "Kreativität" ist auch das Motto der beiden folgenden Beiträge: Martin Eibach beschäftigt sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit der "Improvisation in der Instrumentaldidaktik", während Vivienne Olive und Renate Reitfinger konkrete Ideen zum Komponieren mit Kindern vorlegen. Zu einer kritischen, differenzierten Betrachtung von aktuellen Instrumentalschulen und ihrer Gestaltung lädt der folgende Text von Barbara Busch ein ("Von musikalischen Mäusen, Bären und Hasen"); anschließend gibt sie anregende und fundierte Tipps zur Beobachtung von Instrumentalunterricht (die gleichermaßen auch für die Planung und Vorbereitung von Unterricht gelten mögen!). Ein dritter Teil des Buches schließlich stellt Querverbindungen von der Musikpädagogik zu anderen Disziplinen her. Unter anthropologischer Perspektive beschäftigt sich Sonja Stibi mit der Entwicklung des kreativ-gestalterischen Ausdruckspotentials des Schülers als Ausgangspunkt des Musizierens. Angela Geblers Text "Fit im Körper - Fit am Instrument" ist ein Plädoyer für körpergerechtes, "gesundes" Musizieren mit vielen praktischen Übungsanregungen. Tonius Timmermann schließlich zeigt Schnittfelder und Unterschiede zwischen Musikpädagogik und Musiktherapie auf. Alle Beiträge beeindrucken durch intensive, konzentrierte Darstellung und hohe Informationsdichte. Durch die zahlreichen Literaturhinweise und die Arbeitsanregungen am Ende jedes Artikels bieten sie weitreichende Impulse zum Weiterlesen, Weiterdenken und zur Konkretisierung vieler Ideen. Den Autorinnen und Autoren gelingen Brückenschläge sowohl zwischen den Teildisziplinen als auch zwischen Theorie und Praxis der Musikpädagogik. Dies macht das Buch vielfältig nutzbar: für die Lehre und Forschung, für das Selbststudium und für den im Beruf stehenden lehrenden Künstler oder künstlerisch tätigen Pädagogen zur Öffnung neuer Horizonte im Unterrichtsalltag. "Einfach musizieren!?" sollte in keiner Fachbibliothek fehlen.Bianka Wüstehube, Üben & Musizieren, 6/2008Dieser Band, der insgesamt zehn Beiträge zur Instrumentalpädagogik beinhaltet, ist sowohl für die Arbeit im Rahmen universitärer Lehrveranstaltungen als auch für das Selbststudium gedacht. Zwei ansprechende Texte beschäftigen sich historisch mit dem Thema "Künstler oder Pädagoge?!" und der Rolle der Frau in der Musikpädagogik. Fünf anschaulich geschriebene Beiträge bieten Einblick in didaktische Themen: Elementare Musikpädagogik im Kontakt mit Instrumentalunterricht, Instrumentalschulen, Improvisation und Komposition im Instrumentalunterricht und Anregungen für die Beobachtung (und Bewertung) von Unterricht. Diese Texte bieten teilweise ganz konkrete Anregungen und praktische Beispiele, die Lust machen, sie im Unterricht auszuprobieren: z. B. eine Anleitung zum Komponieren oder Anregungen für Improvisation. In einigen dieser didaktischen Beiträge sind auch beeindruckende Projekte beschrieben, die mit Studierenden durchgeführt wurden. Die restlichen drei für jeden Instrumentalpädagogen interessanten Texte kommen aus den so genannten Nachbardisziplinen wie der Anthropologie, der Musikphysiologie und der Musiktherapie. Nach dem historischen ersten und dem didaktischen zweiten Teil werden so im dritten Teil systematische Perspektiven präsentiert. Am Ende der Beiträge sind von den Autoren und Autorinnen jeweils Aufgaben formuliert, die "Lesehilfen darstellen bzw. zur persönlichen Weiterarbeit anregen mögen". Und wirklich: Den Lesenden wird Lust auf Weiterarbeit gemacht. Zum Thema "Frauen im Wandel der Zeit" findet sich beispielsweise die interessante Aufgabe, am eigenen Arbeitsplatz nachzuforschen, wann die erste Frau eingestellt wurde und was die Frauenbeauftragte für Aufgaben hat. Nach dem Beitrag über Beobachtungskriterien von Instrumentalunterricht etwa fordert die Autorin dazu auf, im Instrumentalunterricht eines Kollegen oder einer Kollegin zu hospitieren und die im Text entwickelten Beobachtungskriterien anzuwenden. Hospitationen sind im Studienplan verpflichtend, im Musikschulalltag ist dies aber sicher eine gute Erinnerung bzw. Anregung, wieder einmal gegenseitig zu hospitieren und sich anschließend auszutauschen. Auch wenn natürlich in einem Buch nicht alle Themen der Instrumentalpädagogik angesprochen werden können, so ist doch dieser Band für die Arbeit mit Studierenden oder in der Weiterbildung hervorragend zu nutzen. Gerade auch im Hinblick auf anzufertigende Bachelor- oder Masterarbeiten stellen die Texte mit den teilweise sehr amüsanten Zitaten ein gutes Beispiel von anzustrebenden Textformen dar. Für einige könnten die zahlreichen Zitate allerdings manchmal den Lesefluss etwas stören. Doch jedem, ob Novize oder bereits Experte in der Instrumentalpädagogik, kann empfohlen werden, sich mit diesen ausgewählten Themen zu beschäftigen.Johannes Möller, WMA WIESBADENER MUSIKAKADEMIE - Informationen, Januar 2009Alle Beiträge beeindrucken durch intensive, konzentrierte Darstellung und hohe Informationsdichte. Durch zahlreiche Literaturhinweise und Arbeitsanregungen bieten sie weit reichende Impulse zum Weiterlesen, Weiterdenken und zur Konkretisierung vieler Ideen.Christoph Richter, Diskussion Musikpädagogik, 42/09Insgesamt ist es gelungen, Anschauung, praktische Anregung und Reflexion in einer Weise zu verbinden und zu mischen, wie es einem Lehrbuch gut ansteht. … Hilfreich ist das Literaturverzeichnis, geordnet nach den einzelnen Gebieten des Faches. Zum Glück für die Studierenden ist es übersichtlich und nicht zu umfangreich. Ein glücklicher Gedanke ist die Entscheidung, jeweils ganz wenig Literaturangebote für die Erstbegegnung mit den einzelnen Themen zu kennzeichnen. Im Ganzen bietet sich das Buch als der geglückte Versuch an, eine Übersicht über die vielseitigen Berufsaufgaben und über die große Zahl der Einzelfächer zu geben.