Preis: 25.00 EUR (inkl. MwSt., zzgl. Versand) Forum Musikpädagogik, Band 78 (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Unterreihe Augsburger Schriften (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Die Frage, wie eine Verständigung zwischen verschiedenen (nicht nur musikalischen) Kulturen pädagogisch zu gestalten sei, ist brisant und wichtig. Eine plausible Antwort gilt zu Recht als eine Grundvoraussetzung für das künftige Wohlergehen unserer Gesellschaft. Doch was ist eigentlich eine "Kultur"? Ist die Vorstellung, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund "zu einer Kultur gehören", ursächlich dafür, dass sie im deutschen Bildungssystem benachteiligt werden? Taugt der Kulturbegriff zur Beschreibung von Musikstücken, die sich in einer globalisierten und transkulturell verfassten Welt längst aus unterschiedlichen musikalischen Traditionen speisen? Dorothee Barth geht den Verwendungsweisen des Kulturbegriffs in Theorie und Praxis interkulturell orientierter Musikpädagogik nach. Sie ordnet die jeweiligen Implikationen und Traditionslinien in historische Kontexte ein, zieht Verbindungen zu zahlreichen anderen Wissenschaftsdisziplinen und analysiert vorhandene Unterrichtsmaterialien. Um Problemen einer unscharfen und mehrdeutigen Verwendungsweise des Kulturbegriffs in der interkulturell orientierten Musikpädagogik zu begegnen, entfaltet die Autorin einen "bedeutungsorientierten" Kulturbegriff. Auf seiner Basis können Möglichkeiten der musikalisch-ästhetischen Wahrnehmung von allen Kindern und Jugendlichen gleichermaßen beschrieben und pädagogisch fruchtbar gemacht werden. Dorothee Barth, geb. 1964, ist Lehrerin an einem Gymnasium in Hamburg-Altona. Sie studierte in Köln und Berlin Musik, Latein, Erziehungswissenschaften und Philosophie sowie Diplom-Musikerziehung. Sie arbeitet im Bundesvorstand des Arbeitskreises für Schulmusik, ist Dozentin in der Lehrerfortbildung und Autorin zahlreicher Artikel. Ihre Arbeit entstand an der Universität Hamburg, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Seit ihren musikpädagogischen Studienreisen nach Norwegen und in die Türkei und nach ihren schulpraktischen Erfahrungen in Berlin Kreuzberg, Neukölln und Hamburg Altona hat sie die Frage nach dem Zusammenleben verschiedener Kulturen nicht mehr losgelassen. · 232 Seiten, Paperback, Format 24 x 17 cm · 1. Auflage · Erscheinungsdatum: 20.12.2007 · ISBN 978-3-89639-625-9 · lieferbarRezensionenBeate Forsbach, Lehrerbibliothek.de, April 2008Empfehlenswert für jeden (Musik-)Pädagogen!Martin Greve, nmz, 11/08Dorothee Barths Arbeit ist infolge der vielen detaillierten Textanalysen und dem theoretischen Gegenstand streckenweise keine leichte, durch ihre erfrischend praktische Haltung aber immer wieder eine anregende und lohnende Lektüre.Enrico Ille, DIE TONKUNST, 01/2009Dorothee Barth hat mit diesem Buch tatsächlich eine grundlegende theoretische Studie vorgelegt, die zeitgemäß und vorwärtsweisend ist. ... Was hier im Teilbereich der interkulturellen Musikpädagogik durchdacht wird, entspricht in hohem Maße den Notwendigkeiten heutiger Pädagogik, und sollte in jedem Fall als theoretische Orientierung der Praxis herangezogen und in diese übersetzt werden.Ursula Hemetek, Österreichische Musikzeitschrift, 5/2009Dieses Buch ist eine verdienstvolle Auseinandersetzung mit einer komplizierten Materie. Es erschließt sich dem Leser nicht ganz leicht, und bietet keine vorgefertigten Rezepte für die Musikpädagogik, aber es kann nicht nur für Musikpädagogen wichtige Reflexionen auslösen.