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Jagd- und Waldhörner. Geschichte und musikalische Nutzung
25. Musikinstrumentenbau-Symposium Michaelstein, 8. bis 10. Oktober 2004
hrsg. von Monika Lustig; Boje E. Hans Schmuhl / Stiftung Kloster Michaelstein
 

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Preis: 39.80 EUR
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)


Michaelsteiner Konferenzberichte, Band 70 (Hrsg. Stiftung Kloster Michaelstein) 

· Die Geschichte des Horns lässt sich bis in vor- und frühgeschichtliche Zeiten zurückverfolgen, und damit untrennbar verbunden ist seine Verwendung als Signalinstrument durch Hirten, Wächter, Türmer, Postillone und Jäger. Erst ein gegen Mitte des 17. Jahrhunderts erscheinendes neues Hornmodell mit einem längeren, gewundenen Rohr ließ auf Grund seines größeren Tonvorrates die eigentliche melodische Nutzung zu. Die sich schnell verbreitende Beliebtheit an zahlreichen europäischen Fürstenhöfen verdankt dieses neue Instrument jedoch nicht so sehr seinen besonderen klanglichen Möglichkeiten, sondern in erster Linie dem Interesse an der in Frankreich in Mode gekommenen "chasse à courre", der vom Pferd aus geführten Hirschjagd.

Im neuen Band "Jagd- und Waldhörner" der Michaelsteiner Konferenzberichte werden diese sozialen und politischen Hintergründe in der Frühgeschichte des Horns behandelt, aber vor allem auch die mit der Imitation der französischen Jagdmode einhergehende Übernahme des neuen Hornmodells in verschiedenen europäischen Regionen und die dort erfolgte Entwicklung in Bezug auf das Instrument selbst und seine Herstellung, auf die musikalische Verwendung, das Repertoire sowie die Spieltechnik. Weitere Beiträge widmen sich Problemen der Klassifikation, der Besetzung von Hornpartien, akustischen Untersuchungen sowie der Anfertigung von historischen Hornmodellen für den heutigen musikpraktischen Gebrauch.
 
· 480 Seiten, Abbildungen: ca. 300 Abbildungen (s/w-Fotos u. Graf.), Paperback, Format 24 x 17 cm 
· 1. Auflage 
· Erscheinungsdatum: 06.11.2006 
· ISBN 978-3-89639-546-7 
· lieferbar

Rezensionen

Gabriele Busch-Salmen, DIE TONKUNST, 2/2009
Auf 480 Seiten widmen sich 26 Autoren … mit organologischem Schwerpunkt der Geschichte und Funktion der Jagd- und Waldhörner. Die wissenschaftlichen Arbeiten der letzten Jahre über diese Instrumentengruppe werden dabei nicht nur eindrucksvoll zusammengefasst, sondern in einigen Aspekten beträchtlich erweitert, vor allem durch die akribisch zusammengetragenen Metallinstrumentenbauer- und Instrumentenverzeichnisse in den Beiträgen von Enrico Weller über die Familie Eschenbach (196–200), Monika Lustig über Jagd- und Waldhörner in niedersächsischen Museen (295–327), Christiane Rieche und Wolfgang Wenke über den Jagd- und Waldhornbestand in mitteldeutschen Museen (329–360).
… Insgesamt vereinigt der Konferenzbericht viel Expertenwissen, ist klug disponiert, gründlich redigiert und durch Instrumenten-, Orts-, Personen- und Werkregister gut erschlossen und benutzbar.

Ann-Katrin Zimmermann, Die Musikforschung, 02/2009
Opulent mit Bildern und drei Registern ausgestattet versammelt dieser Michaelsteiner Band zum Jagd- und Waldhorn Beiträge von Musikwissenschaftlern, Musikern, Instrumentenbauern und -restauratoren, die entsprechend unterschiedliche Ansätze wählen: Text- und Bildquellen auswerten, Repertoireuntersuchungen anstellen, naturwissenschaftliche Methodik und Statistik zur Anwendung bringen oder katalogisierend Instrumentenbestände erschließen. Ein mustergültiges Projekt, gerade weil es sich zu einer Vielfalt möglicher Herangehensweisen bekennt und dabei unterschiedliche Standpunkte nicht nivelliert, sondern nebeneinander gelten lässt.

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