Preis: 25.00 EUR (inkl. MwSt., zzgl. Versand) Forum Musikpädagogik, Band 58 (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Unterreihe Augsburger Schriften (Hrsg. Kraemer, Rudolf-Dieter) · Das Laienmusizieren ist in seiner Vielfarbigkeit ein von der wissenschaftlichen Musikpädagogik bislang noch wenig untersuchter Gegenstand. Abseits von großer öffentlicher Aufmerksamkeit findet in der regelmäßigen Ensemblearbeit von Laien musikalisches Lernen statt, bei dem Menschen durch die Beschäftigung mit Musik differenzierte musikalische Erfahrungen machen. Anhand eines Ausschnittes aus dem Bereich des instrumentalen Laienmusizierens in traditionellen Kammerorchestern untersucht der Autor Martin Eibach folgende Fragen: Wie erleben Erwachsene ihre Mitwirkung im instrumentalen Laienensemble? Welche Aspekte musikalischen Lernens spielen beim Musizieren im Laienorchester eine besondere Rolle? Die vorliegende Untersuchung kann dazu ermutigen, die Freude am Musizieren erwachsener Laien in Laienorchestern stärker wahrzunehmen und als musikpädagogische Herausforderung zu begreifen, diese zu fördern und weiter zu entwickeln. Zum Autor: Martin Eibach, geb. 1969, studierte an der Hochschule für Musik Köln und dem Koninklijk Conservatorium Brüssel (Schulmusik, Instrumentalpädagogik, Fagott) sowie an den Universitäten in Köln (Erziehungswissenschaften) und Bonn (Ev. Theologie). Erstes und Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Mehrere Jahre Leiter des VHS-Kammerorchesters Köln. 2001 Promotion in Musikpädagogik. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Musik in Würzburg. · 222 Seiten, Paperback, Format 24 x 17 cm · 1. Auflage · Erscheinungsdatum: 17.12.2003 · ISBN 978-3-89639-410-1 · lieferbarRezensionenUlrike Schwanse, Üben & Musizieren, Heft 4, 2004Martin Eibach hat sich der wichtigen und in der Musikpädagogik bislang kaum wissenschaftlich aufgearbeiteten Thematik des musikalischen Lernens im Erwachsenenalter zugewandt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen steht das instrumentale Laienmusizieren in traditionellen Kammerorchestern. Der Autor geht insbesondere den Fragen nach, wie Erwachsene ihre Mitwirkung im instrumentalen Laienensemble erleben und welche Aspekte des musikalischen Lernens hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Das Ziel seiner Untersuchung besteht darin, die Wirkungen des Musizierens erwachsener Laien in Kammerorchestern stärker ins Bewusstsein zu rücken und damit Argumentationshilfen zu geben, gerade diesen Zweig des Musiklernens in der Lebensspanne stärker zu fördern. LeiterInnen von Laienensembles benötigen neben musikalisch-technischen insbesondere pädagogische Kompetenzen, die auf wissenschaftlicher Basis begründbar sind. Der eigentlichen empirischen Untersuchung wird ein systematisch gegliederter theoretischer Teil vorangestellt. Hier wird man umfassend über die derzeitige Situation des Laienmusizierens informiert, wobei infolge der demografischen Entwicklung auf die Notwendigkeit einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem musikalischen Lernen im Erwachsenenalter verwiesen wird. Überzeugend wird das methodische Vorgehen im Kontext der oben genannten Fragestellungen erläutert, wobei der gewählte qualitative Forschungsansatz in Form von Interviews insbesondere den individuellen Bedeutungsaspekten der Befragten gerecht wird. Als ein wichtiges Ergebnis betont Eibach, "dass musikalisches Lernen im Ensemble nicht gleichzusetzen ist mit einem institutionalisierten Lernen". Wesentlich sind Überschneidungen mit anderen Alltagsbereichen. Unter Einbeziehung von Interaktionsprozessen begründet der Autor die Ensemblearbeit als einen Idealfall eines "sozial wirksamen expansiven Lernens". Hinter der Freude am Musizieren tritt das Bewusstsein für parallele "Lernprozesse" bei den Befragten zurück, was zu folgender Schlussfolgerung führt: "Die Vermittlung der Erkenntnis, dass musikalisches Lernen mehr ist als musikalisches Faktenwissen, könnte eine der zentralen Aufgaben einer musikpädagogischen Ensemblearbeit mit Erwachsenen sein." Mögliche Perspektiven werden unter dem entscheidenden Charakteristikum der Heterogenität dieses Gegenstandsbereichs formuliert. Besonders hervorzuheben ist der Praxisbezug der Untersuchung. So erhalten EnsembleleiterInnen im Ergebnis einer wissenschaftlichen Kategorienbildung praktische Orientierungspunkte zur Beobachtung der Situation im Laienensemble. Teile diese Seite auf Facebook
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