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Kind unbekannter Herkunft
Die Geschichte des Lebensbornkindes Hannes Dollinger
von Annegret Lamey
 

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Preis: 9.80 EUR
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)


· Erst kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag erfährt Hannes Dollinger die Wahrheit über seine Herkunft: Er wurde vom Lebensborn e.V. kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland gebracht. Die Spur zu den wirklichen Eltern ist das Pappschild, das Hannes um den Hals trug, als er zu seinen Adoptiveltern nach Hohenpeißenberg in Oberbayern gebracht wurde. Darauf stand der Name "Otto Ackermann".
Sie führt ihn zu den Familien seiner leiblichen Eltern - ein im Krieg in Norwegen stationierter deutscher Soldat und eine junge Norwegerin, die eine Arbeit als Schneiderin bei der deutschen Besatzungsmacht angenommen hatte. Er erfährt jedoch auch, dass sein Vater im Krieg in Russland ums Leben kam und seine Mutter ihn in einem Lebensborn-Heim unterbringen muss um sein Überleben zu sichern. Als Mutter eines Kindes der Besatzer und damit der Schande blieb ihr keine andere Wahl. Gegen ihren Willen wird das Kind schließlich vom Lebensborn e.V. 1944 nach Deutschland geschickt.
Der Lebensborn e.V. war 1933 von Heinrich Himmler gegründet worden, mit dem Ziel, "rassisch und erbbiologisch wertvolle" Familien und Mütter zu unterstützen und für deren Kinder zu sorgen. Allein aus norwegisch-deutschen Partnerschaften gingen etwa 9.000 "Deutschenkinder" durch Lebensbornheime.
Annegret Lameys Schilderung der Geschichte Otto (Hannes) Dollingers ist eines der wenigen Bücher, in denen die ethischen und menschlichen Probleme der Lebensbornkinder anschaulich und nachvollziehbar werden. Diese Probleme pflanzen sich bis in die Gegenwart fort - so ist Dollinger auch die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden.

Mit einem Vorwort von Andreas Wirsching.

 
· 160 Seiten, Abbildungen: ca. 25, Paperback, Format 19,0 x 12,5 cm 
· 1. Auflage 
· Erscheinungsdatum: 27.06.2008 
· ISBN 978-3-89639-644-0 
· lieferbar

Rezensionen

Merle Schmalenbach, Süddeutsche Zeitung, 28.07.2008
Annegret Lamey hat sich bereits mit ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinandergesetzt: "Aufs falsche Pferd gesetzt" und "Marie ist zu ausgelassen". Die Autorin zögerte, als Dollinger mit Akten und Fotoalben in ihrem Büro stand. Doch dann, sagt sie, fesselten sie die Ereignisse.
Entstanden ist eine Geschichte über die Identitätssuche eines Menschen, über die Nachkriegszeit und den Kampf mit den Behörden.

Daniela Thiel, Nordis - Das Nordeuropa-Magazin, 5/08
Lamey dokumentiert Hannes Suche nach seiner Identität von seiner Kindheit an und verzichtet dabei nicht auf
Anekdoten. Man kann die Betroffenheit der Autorin von diesem Schicksal, das Dollinger mit vielen "Lebensborn"-
Kindem teilt, nachfühlen. Trotzdem kommen die Infos zur erschreckenden Idee hinter den "Lebensborn"-Heimen nicht zu kurz.

Claudius Wiedemann, Augsburger Allgemeine, 08.09.2008
Das Leben eines "Kindes unbekannter Herkunft" beschreibt die Augsburger Autorin Annegret Lamey sehr anschaulich in der gleichnamigen Biografie, die in enger Zusammenarbeit mit Hannes Dollinger entstanden war. Sie schildert ein deutsches Einzelschicksal, das doch auch wieder exemplarisch für eine ganze Generation stehen kann, deren Leben von den ungeheuren Vorgängen im Zweiten Weltkrieg bestimmt sein sollte, wie der Historiker Andreas Wirsching im Vorwort des Buches anmerkt.

Roswitha Mitulla, Katholische Sonntagszeitung, 07.09.2008
Wie sich alles abspielte und wie sein weiteres Leben verlief, das hat die Schriftstellerin Annegret Lamey auf Wunsch Dollingers aufgeschrieben. In ihrem einfühlsamen Buch "Kind unbekannter Herkunft" schildert sie nicht nur sein Einzelschicksal, sondern macht die ethischen und menschlichen Probleme der Lebensbornkinder deutlich.

Ernst-Otto Erhard, Funkfeuer, Nr. 71, 12/2008
Annegret Lamey nahm sich der Bitte Dollingers an, seine Geschichte aufzuschreiben. In stetem Kontakt und in Abstimmung mit ihm, gestützt auch auf zahlreiche amtliche Dokumente, gelingt ihr ein anrührendes Lebensbild des Mannes. Sie bündelt die oft auseinanderliegenden Geschehnisse zu einzelnen Kapiteln, lässt auch wie selbstverständlich zeitgeschichtliche Hintergründe einfließen. Sie vermag sogar ganz nebenbei den noch jungen Hannes etwa auch sprachlich mit manchmal kurzen Sätzen und dem Gebrauch des süddeutschen Perfekts lebendig werden zu lassen. Und sehr behutsam, Schritt für Schritt, wie es Hannes Dollinger erlebte, entwickelt sie, mit gelegentlichen Vorhinweisen für den Leser, das Hauptthema des Buchs, das so lange quälende "dunkle Loch". Mitten in dieser ganz dem Thema hingegebenen, völlig uneitlen Prosa blitzt dann ab und zu ein Satz auf wie dieser: "Offenbar ist es für einen Menschen leichter, eine schwierige Geschichte als keine Geschichte zu haben." Wie schon in früheren Büchern (s. Funkfeuer Nr. 52 und 64) erweist sich auch diesmal die Begabung der Autorin, klug, einfach und schön zu erzählen. Wir lesen das Buch als Zeugnis eines Mannes, für dessen Identität die längste Zeit seines Lebens niemand Zeugnis abgelegt hat. Wir lesen es auch als zeitgeschichtliches Dokument, als das es in seinem Vorwort der Augsburger Historiker Andreas Wirsching würdigt.

Petra Schneider, Leonart, Mai 2009
Breit schildert die Autorin Hannes' Lebensstationen und zeigt, wie das dunkle Loch unterschwellig das Leben der gesamten Familie beeinflusste.

Evangelisches Sonntagsblatt, 29.04.2009
bewegende Biografie

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