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Lebenserinnerungen von Juden aus Schwaben, Band 6 (Hrsg. Römer, Gernot)
· Ingeborg Oppels Vater wurde als Jurist "im Namen des Reichs" entlassen, weil er sich von seiner Frau nicht trennen wollte, und musste Zwangsarbeit leisten. Die "getaufte Jüdin" wurde 1945 nach Theresienstadt deportiert. Nach dem Krieg fand die Familie wieder zusammen.
Die Autorin erinnert sich an ihre Kindheit in den 30er und 40er Jahren in Süddeutschland und gibt ihre Erinnerungen anschaulich, mit viel Humor und in kindgerechter Sprache wieder. Die Dokumente der Verfolgung, die im Anhang abgedruckt sind, machen das Buch auch für Erwachsene zu einer wertvollen Quelle.
· 96 Seiten, Abbildungen: 38, Paperback, Format 21 x 15 cm · 1. Auflage · Erscheinungsdatum: 27.05.2004 · ISBN 978-3-89639-433-0 · lieferbar
Rezensionen
Eva-Maria Frieder, Mindelheimer Zeitung, 18.06.2004 Einzelne Schicksale berühren in der Regel stärker als abstrakte Zahlen, und das vor allem dann, wenn sich zwischen einem solchen Schicksal und dem eigenen Leben Verbindungen herstellen lassen. In hohem Maße ist das der Fall bei den soeben erschienenen Kindheitserinnerungen von Ingeborg Oppel-Urcia. ... Das Besondere an ihrem Text "Mutti war Jüdin" ist, dass hier ein fast 70-jähriger Mensch seine frühen Erinnerungen aufarbeitet und sich damit "frei schreibt". ...
Ingeborg Oppel war bei Kriegsende gerade elf Jahre alt. Ihr trotz des tragischen Hintergrunds heiterer Bericht ist aus der Sicht des Kindes geschrieben und voll liebenswerter Anekdoten.
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